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19.10.2017
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84 PROZENT WISSEN BESCHEID

Projektbüro sieht keine Kommunikationsdefizite im Handel bei Einführung von DVB-T2

Veit Olischläger, Leiter Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland

Veit Olischläger, Leiter Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland [Quelle: Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland]


Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch Kantar TNS im Auftrag der Initiative DVB-T2 HD ist die Umstellung bei bereits 84 Prozent aller DVB-T-Nutzer bekannt. Eine Zahl mit der Veit Olischläger, Leiter Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland, durchaus zufrieden ist. Vermeintliche Kommunikationsdefizite im Handel kann Olischläger nicht erkennen, da "Handel und Handwerk in mehreren elektronischen und postalischen Mailings die erforderlichen Informationen erhielten".


Am 29. März beginnt der Regelbetriebs von DVB-T2. Ist alles bereit für den großen Switch Over? Was passiert gerade wenige Tage vor dem Start?
Zum Start am 29. März stehen alle Zeichen auf Grün! Alle Vorbereitungen sind getroffen. Aktuell werden die Zuschauer nochmals umfänglich informiert. Neu hierbei ist, dass wir nun intensiv auf den für alle Nutzer von DVB-T2 HD erforderlichen Sendersuchlauf am 29. März ab 12 Uhr hinweisen. Das wäre in einer früheren Kommunikationsphase sicherlich untergegangen und wurde daher bislang noch nicht thematisiert.

Wie gut sind nach Ihrer Einschätzung die Verbraucher aktuell informiert? Gibt es ggf. noch Kommunikationsbedarf in den letzten Tagen vorm Start? Was planen Sie ggf. noch als Projektbüro?
Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch Kantar TNS im Auftrag der Initiative DVB-T2 HD ist die Umstellung bei bereits 84 Prozent aller DVB-T-Nutzer, also auch jenen, die diese Empfangsart für Zweit- und Drittgeräte nutzen, bekannt. Zuschauer, die ausschließlich DVB-T nutzen, sind zu 94 Prozent informiert. Sie sehen also die Zuschauer sind gut informiert, allerdings haben noch nicht alle gehandelt.

Wurden die Verbraucher und der Handel - unabhängig von Ihrer Arbeit als Projektbüro - von den Programmanbietern ausreichend gut informiert?
Das kann für beide Gruppen uneingeschränkt bejaht werden, wenngleich ein Gutteil davon  als originäre Aufgabe über das Projektbüro erfolgte. Handel und Handwerk erhielten in mehreren elektronischen und postalischen Mailings die erforderlichen Informationen; mehrfach wurde Unterstützung – beispielsweise mit kostenfreien Informationsmaterialien – angeboten. Die Zuschauer sind wie bereits erwähnt über die Tatsache der Umstellung sehr gut informiert. Umfangreiche Informationen stehen auf den Seiten des Projektbüros und anderer zur Verfügung. Fast alle Tageszeitungen haben das Thema in den letzten Wochen aufgegriffen und die wichtigsten Punkte erläutert.

Markbeobachtungen haben ergeben, dass die Kommunikation am Point of Sale für die Enderbraucher durchaus immer noch verwirrend ist - auch aufgrund der flächendeckenden Werbebotschaften von Freenet TV, die nicht von DVB-T2 sprechen, sondern von Freenet-TV. Wie soll jetzt der Verbraucher, wissen, welche Geräte er für welche Programme kaufen muss und wofür er was ggf. bezahlen muss? Müssten hier nicht die Programmanbieter stärker im Handel informieren? Was planen Sie ggf. noch?
Die Tatsache, dass es ein technisches Logo (das grüne DVB-T2 HD Logo) und ein kommerzielles Logo der Plattform Freenet TV gibt, war hinlänglich bekannt, jedoch aus verschiedenen Gründen nicht zu umgehen. Da jedoch der überwiegende Großteil aller Set-Top-Boxen sowohl das DVB-T2 HD-Logo als auch das Freenet TV-Logo trägt, stellt dies insofern kein Problem dar, da beide Kommunikationsstränge auf dasselbe Produkt hinauslaufen. Gemäß der ursprünglichen Planung informieren also die Programmanbieter zum technischen Umstieg und der Plattformbetreiber zu den kommerziellen Aspekten – häufig mit entsprechen Querverweisen.