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24.11.2017
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NEUE TRENDS BEIM DAB+ NETZAUSBAU

Warum sich die Digital Radio Plattform für Händler und Hersteller einsetzt

Michael Richter, Vorstandsvorsitzender der Digital Radio Plattform e. V.

Michael Richter, Vorstandsvorsitzender der Digital Radio Plattform e. V. [Quelle: Michael Richter]


"Während der Digitalradio Deutschland e.V. mit seinem Projektbüro in Berlin ein gutes Marketing macht, legen wir unseren Fokus auf spezielle technische Beratung." Das sagt Michael Richter, Vorstandsvorsitzender der Digital Radio Plattform e. V. "Manchmal mischen wir auch medienpolitisch mit, wenn es darum geht, neue Veranstalter ins DAB+ zu holen."


Sie fahren viel durchs Land und haben immer DAB+ eingeschaltet. Wie zufrieden sind Sie mit dem Sendernetzausbau?
Ich war im Sommer auf der Ostsee-Insel Rügen und Usedom, wo damit begonnen wird, endlich DAB+ auszubauen. Wir wissen alle, dass gerade die Ostsee-Inseln bislang und der Weg dahin noch nicht gut versorgt waren. Aber Dank des Senderstandortes in Züssow kann DAB+ zumindest bis nach Göhren und Wolgast gut gehört werden. Ich und die anderen Urlauber warten jetzt auf den weiteren Ausbau. Die bundesweiten Zahlen mit 116 Sendestandorte für den nationalen Multiplex können sich sehen lassen. Denn im Sommer sind viele Standorte dazu gekommen. Die Mobilversorgung beim nationalen Multiplex wird ab September dann bei 96 Prozent liegen.

Sie haben als Digital Radio Plattform e.V. mit Sitz in Halle die Aufgabe der „Repeaterstelle“ inne.
Ja, bei uns können die Fachhändler sowohl die Repeater-Lizenz und auch eine fachmännische Erstberatung für den Point of Sales bekommen. Mit jeder Ausbauregion kommen weitere Händler dazu. Hier sind wir der kompetente Ansprechpartner. Auch hier gibt es eine Weiterentwicklung. Schon bald werden wir kombinierte Repeater-Lizenzen mit der Erstberatung für den DVB-T/T2 HD – und DAB+ Empfang an die Händler ausgeben können.

Worauf legt die Digital Radio Plattform ihren Fokus?
Während der Digitalradio Deutschland e.V. mit seinem Projektbüro in Berlin ein gutes Marketing macht, legen wir unseren Fokus auf spezielle technische Beratung. Manchmal mischen wir auch medienpolitisch mit, wenn es darum geht, neue Veranstalter ins DAB+ zu holen. Unser jüngstes Plattform-Mitglied ist übrigens Roberts Radio.

Die Bayern sorgen bei DAB+ gerade für bundesweite Aufmerksamkeit. Was gibt es Neues aus Mitteldeutschland?
Auf jeden Fall mache ich unseren großen privaten sachsen-anhaltischen Programmanbietern ein Kompliment, die eine tolle Hybridstrategie umsetzen. Im Pilotprojekt „Dynamische Rekonfiguration“ wurde gemeinsam mit der Hochschule Anhalt eine Verkaufsplattform für Zusatzdienste entwickelt, die sich jetzt am Markt etablieren kann. Im Oktober starten dann unsere Veranstalter auch im Small Scale DAB+ Projekt der SLM in Leipzig.