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11.12.2017
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NAPSTER HAT KEINE ANGST VORM BIBLIOTHEKS-STREAMING

Limitierte Kataloge und fehlende Feature verbieten Vergleich zum Onlineriesen

Thorsten Schliesche, Executive Vice President und General Manager Napster Europa

Thorsten Schliesche, Executive Vice President und General Manager Napster Europa [Quelle: Napster]


Die ersten öffentlichen Bibliotheken bieten mittlerweile einen inklusiven Musik-Streaming und -Download-Service an. Für Thorsten Schliesche, Executive Vice President und General Manager Napster Europa, sind solche Angebote allerdings keine Konkurrenz für sein Unternehmen. Grund seien die limitierten Kataloge, fehlende Feature sowie die nicht vorhandene redaktionelle Betreuung. Napster bietet dagegen ein Archiv mit über 40 Millionen Musiktiteln und mehr als 15.000 Hörbüchern an. "Diese Bandbreite kann nur auf Basis eines klassischen Bezahl-Modells geliefert werden", so Schliesche.


Einzelne öffentliche Bibliotheken bieten einen inklusiven Musik-Streaming und -Download-Service an. Stellen solche Angebote eine Konkurrenz zu klassischen, kommerziellen Streamingdiensten dar?
Wir denken nein, da die limitierten Kataloge, die fehlenden Feature sowie nicht vorhanden redaktionelle Betreuung das Nutzungserlebnis deutlich einschränken. Napster bietet ein Archiv mit über 40 Millionen Musiktiteln und mehr als 15.000 Hörbüchern an. Diese Bandbreite kann nur auf Basis eines klassischen Bezahl-Modells geliefert werden. Zudem nutzt der Abonnent das Angebot jederzeit – ob online oder offline und ohne jegliche Begrenzung. Der besondere Vorteil eines klassischen Streaming-Anbieters wie Napster besteht darin, dass er seinen Nutzern immer und überall die passende Musik liefert. Dies wird unter anderem durch eine spezielle Redaktion ermöglicht, die unterschiedliche Playlisten kreiert. Außerdem entwirft das Redaktionsteam wertvollen Content für Abonnenten, wie beispielsweise das integrierte Musikmagazin „Handverlesen“ mit Neuvorstellungen und Tipps für hörenswerte Alben, Hintergrundinformationen zu Künstlern sowie Wissenswertes zu vielzähligen Musik-Genres. Weiterhin punktet Napster mit besonderen Features wie beispielsweise dem Playlist Maker, der beim Erstellen einer neuen Trackliste automatisch Musik vorschlägt und der Nutzer muss nur noch entscheiden, ob ihm die Auswahl gefällt oder nicht. So entdecken Musikliebhaber noch mehr neue Songs und erweitern somit ihre eigene Bibliothek.

Die Angebote sind – etwa mit der App des US-Amerikanischen Anbieters freegal – auch mobil auf dem Handy nutzbar. Was geschieht mit den anfallenden Nutzerdaten? (bzw. was sollte aus Ihrer Sicht mit diesen geschehen und/oder was nicht?)
Wir können uns nicht dazu äußern, was andere Anbieter mit Nutzerdaten machen. Napster behandelt sämtliche Nutzerdaten vertraulich und gibt diese nicht an Dritte weiter. Diese werden lediglich dafür genutzt, um den Service für die Abonnenten weiter zu verbessern (z.B. Anpassung der Musikvorschläge an die Hörgewohnheiten des Nutzers).